Greer schließt bei Iran-Sanktionen nichts aus
Der Kommentar des Handelsbeauftragten fällt in eine Woche, in der iranische Vertreter zu UN-Gesprächen nach New York reisen wollen.
Veröffentlicht
US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer sagte, bei weiteren Sanktionen gegen den Iran sei nichts ausgeschlossen.
Der Kommentar fällt in eine angespannte Phase zwischen Washington und Teheran. Am Donnerstag sagte Trump, der Iran wolle ein Abkommen, sei dafür aber noch nicht bereit. Am Tag darauf feuerte die Marine der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) mindestens fünf Marschflugkörper auf Schiffe in der Straße von Hormus, und Trump erklärte, er werde über ein militärisches Vorgehen gegen den Iran entscheiden. Der Iran teilte am Samstag mit, Katar habe seine Bedingungen zur Beendigung des Konflikts an Washington übermittelt. Greer selbst äußerte sich am Sonntag zu einem Handelsabkommen mit China.
Iranische Vertreter sollen diese Woche zu UN-Gesprächen nach New York kommen, und Trump hat Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Greers Offenheit für weitergehende Sanktionen erhöht das Risiko zusätzlichen Drucks auf die Ölmärkte, die durch den regionalen Konflikt und die Blockadetaktik des Irans in der Straße von Hormus bereits belastet sind. Neue Sanktionen würden der diplomatischen Dynamik der New Yorker Gespräche entgegenwirken und könnten das globale Rohölangebot weiter verknappen, eine Kombination, deren Auswirkungen auf die Ölpreise und auf konjunktursensible Aktien Händler genau beobachten werden.