Bowman: Fed weitet Einsatz der Stresstests aus und schließt Reformen binnen Wochen ab
Bowman zufolge machen die Änderungen die Eigenkapitalanforderungen für Banken stabiler, zudem verweist sie auf Aufsichtsversäumnisse bei der SVB
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Michelle Bowman, Vizevorsitzende für Bankenaufsicht der Fed, sagt, die Notenbank werde Stresstests künftig breiter einsetzen, damit die Aufseher stets aktuell über die bei Banken entstehenden Risiken informiert seien. Die Fed werde die Reformen, mit denen die Tests transparenter und nachvollziehbarer gestaltet werden sollen, innerhalb der nächsten Wochen abschließen.
Die überarbeiteten Tests würden den Aufsehern klarere Einblicke in die zugrunde liegenden Modelle und Szenarien geben, so Bowman. Sie erwarte, dass die Fed bis Jahresende auch die Basel-Eigenkapitalregeln sowie Anpassungen beim Aufschlag für global systemrelevante Banken abschließt.
Die Änderungen machten die Tests verlässlicher und verringerten die Schwankungen bei den Eigenkapitalanforderungen der Banken von Jahr zu Jahr, so Bowman. Die Aufseher hätten nicht schnell genug gehandelt, um die Silicon Valley Bank vor ihrem Zusammenbruch 2023 zum Abbau ihrer Risiken zu zwingen.
Die Reformen zielen auf jene Aufsichtslücken ab, die sich laut Bowman bei der SVB gezeigt haben, ändern aber nichts an den kurzfristigen geldpolitischen Aussichten. Die Inflation bleibt erhöht, und Händler preisen weiterhin weitere Zinserhöhungen bis 2026 ein, wodurch Änderungen an der Bankenaufsicht dem aktuellen Fokus der Fed auf die Inflationsbekämpfung nachgeordnet bleiben.