Anthropic peilt laut New York Times bis Jahresende 5 Gigawatt an Rechenkapazität an
Die Zahl umfasst eine Vereinbarung mit Amazon, die knapp 1 Gigawatt an Trainium2- und Trainium3-Kapazität vorsieht, die bis Ende 2026 ans Netz gehen soll.
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Anthropic plant, bis Ende des Jahres 5 Gigawatt an Rechenkapazität aufgebaut zu haben, wie die New York Times berichtet.
Anthropic hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung mit Amazon über bis zu 5 Gigawatt an Kapazität für das Training und den Betrieb seiner Claude-Modelle unterzeichnet, wobei knapp 1 Gigawatt an Trainium2- und Trainium3-Chips bis Ende 2026 ans Netz gehen soll. Im Rahmen dieser Vereinbarung verpflichtet sich Anthropic laut eigenen Angaben, in den nächsten zehn Jahren mehr als 100 Mrd. Dollar in AWS-Technologien zu investieren. Daneben bestehe eine Vereinbarung mit Google und Broadcom über mehrere Gigawatt an TPU-Kapazität der nächsten Generation, die voraussichtlich 2027 ans Netz gehen soll, so das Unternehmen.
Die Vereinbarungen mit Amazon und Google folgen einer Verschiebung von Anthropic und OpenAI hin zu kleineren Rechenzentrumsvereinbarungen für KI-Rechenkapazität. The Information hat berichtet, dass Anthropic seit Oktober 2025 Kapazitätszusagen im Umfang von bis zu 517 Mrd. Dollar für 14,8 Gigawatt angesammelt hat, zusätzlich zu den bereits vorhandenen 1 bis 2 Gigawatt, womit die insgesamt geplante Kapazität laut dem von 24/7 Wall St. und Overcentral zitierten Bericht bei rund 16 bis 17 Gigawatt liegt. Das steht laut 24/7 Wall St. rund 12 Gigawatt an Nvidia-Rechenkapazität gegenüber, die in den bestehenden und geplanten Zusagen von OpenAI enthalten sind.
Anthropic hat laut Measured AI am 1. Juni 2026 vertraulich einen Entwurf einer Registrierungserklärung bei der Securities and Exchange Commission eingereicht, im Vorfeld eines geplanten Börsengangs. Das Ziel von 5 Gigawatt markiert eine Steigerung gegenüber den kleineren Rechenzentrumsdeals, die Anthropic zuvor verfolgt hatte, und signalisiert Zuversicht in die kurzfristige Nachfrage nach Claude, während sich das Unternehmen auf den Börsengang vorbereitet und mit OpenAI und Google um KI-Infrastruktur konkurriert. Der Umfang der Verpflichtung könnte die Position des Unternehmens bei Investoren nach dem Listing stärken.