Dombrovskis warnt: Steigende Anleiherenditen treffen ganz Europa
Der EU-Wirtschaftskommissar fordert eine solide Fiskalpolitik, da die Finanzierungskosten in der gesamten Union steigen.
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Grafik: US10Y, US-Staatsanleihen, Rendite 10 Jahre, one-minute prices, three sessions
EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis erklärte, steigende Anleiherenditen würden sich auf ganz Europa auswirken, nicht nur auf die Länder, in denen sie am schnellsten steigen, und forderte eine solide Fiskalpolitik, um dem Druck zu begegnen.
Zum 8. September lag die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen bei 5,18 %, die italienische bei 4,22 % und die spanische bei 3,80 %, wie aus dem MacroMicro Europe Bond Yield Tracker hervorgeht.
Die Warnung reiht sich in bereits zuvor von EU-Vertretern geäußerte Bedenken ein und deutet nicht auf eine neue politische Wende hin. Brüssel hat die Überwachung der Anleihemärkte bereits als Priorität benannt, neben dem jüngsten Fokus auf wirtschaftliche Resilienz, Partnerschaften mit Kanada und der Ukraine sowie Industrieinvestitionen. Die Äußerungen lesen sich daher eher als Bekräftigung des bestehenden fiskalischen Drucks denn als neues Signal an die Märkte.