Ueda: Dauer der Störung der saudischen Pipeline weiter unklar
Der Gouverneur der Bank of Japan äußerte sich einen Tag, nachdem die Notenbank ihren Tagesgeldsatz auf 1,25 % angehoben hatte
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Karte: Naher Osten, mit Abqaiq, Yanbu, Jeddah
Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, sagte, es sei weiterhin ungewiss, ob die Störung der Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens länger andauern werde, und die Lage müsse genau beobachtet werden. Er sagte, keine politische Option sei ausgeschlossen und die Notenbank ziehe verschiedene Ansätze in Betracht.
Die Pipeline war in der vergangenen Woche von einem Angriff auf drei Pumpstationen getroffen worden. Saudi-Arabien hat inzwischen rund die Hälfte der Kapazität der Leitung wiederhergestellt, die vollständige Wiederherstellung wird innerhalb von sechs Wochen erwartet. In Jeddah heulten zudem Sirenen, nachdem Berichten zufolge ein Flugkörper auf die Stadt abgefeuert worden war, was Flüge dort zum Stillstand brachte.
Uedas Äußerungen fielen einen Tag, nachdem die Bank of Japan ihren Tagesgeldsatz auf 1,25 % angehoben hatte, die zweite Erhöhung in diesem Jahr nach einem Zinsschritt im Juni.
Indem er Zeitpunkt und Form einer möglichen Reaktion offenließ, hielt sich Ueda alle Optionen der Notenbank vollständig offen, im Einklang mit deren jüngster Botschaft, dass Zinsentscheidungen auf eingehenden Daten und nicht auf externen Schocks beruhen. Die Äußerungen dürften die Markterwartungen für den nächsten Schritt der Notenbank im Dezember oder danach kaum verändern, signalisieren aber, dass die Bank of Japan nicht beabsichtigt, ihren geldpolitischen Kurs allein von geopolitischen Ereignissen bestimmen zu lassen.