Kanal zwischen USA und Houthis bleibt offen, während militärischer Aufmarsch weitergeht
Diplomaten trafen sich am Wochenende in Oman mit Vertretern der Houthis, und der Kontakt besteht weiter, auch wenn Washington und seine Verbündeten militärisch weiter Druck machen.
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Karte: Das Rote Meer, mit Bab al-Mandab, Hodeida
Amerikanische Diplomaten trafen sich am Wochenende in der US-Botschaft in Oman mit Vertretern der Houthis, um über die Spannungen im Roten Meer zu sprechen, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person aus der Region mitteilte. Die Gespräche fanden statt, während sich der breitere Konflikt um Iran und das Rote Meer an anderer Front weiter verschärft.
Die Houthis haben US-Vertretern zugesichert, Angriffe auf israelische Schiffe zu unterlassen, auch wenn von Saudi-Arabien angeführte Kräfte und Washington militärische Optionen offenhalten. Diese Zusage erfolgte über denselben Kanal in Oman. Irans Sicherheitschef hat erklärt, umfassendere Gespräche werde es erst geben, wenn Teherans Forderungen erfüllt seien, während Vizepräsident Vance den Konflikt in eine Phase eingetreten sieht, die er als „kontrolliert“ bezeichnet.
Die militärische Planung hat sich dadurch nicht verlangsamt. Die USA bereiten ein Waffenpaket im Wert von 2,8 Mrd. Dollar für Israel vor, das 20.000 MK-84-Bomben, 20.000 BLU-117-Bomben und 20.000 I-2000-Bunkerbrecher-Sprengköpfe umfasst. Militärchefs aus den USA, Israel und arabischen Staaten haben zudem ein geheimes Treffen zum Thema Iran abgehalten. Omans Außenminister hat separat mit Außenminister Rubio telefonisch über eine Deeskalation gesprochen.
An den Märkten hat sich der diplomatische Kanal bislang nicht niedergeschlagen. Die Charterraten für VLCC-Tanker liegen erstmals über 1 Million Dollar pro Tag, und der physische Spotpreis für Brent hat über 135 Dollar je Barrel notiert. Die Störungen in der Schifffahrt und die daraus resultierenden Preisbewegungen spiegeln die Erwartung anhaltender Spannungen wider, und die fortgesetzten Gespräche in Oman haben daran nichts geändert. Die Zusicherung der Houthis zu israelischen Schiffen und die parallelen Kontakte in Oman zeigen, dass die diplomatische Schiene weiterhin aktiv ist, doch vorerst besteht sie neben den Störungen, statt sie zu ersetzen.