Paulson: Risikoabwägung bei der Inflation hat sich vor Fed-Sitzung im September verschoben
Sie sagt, der Ausbau der künstlichen Intelligenz verstärke den Inflationsdruck, eine Einschätzung, die den Aussagen jener Offiziellen widerspricht, die KI als disinflationär bezeichnen.
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Paulson sagte, der Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz trage zum Inflationsdruck bei, eine Einordnung, die sich von der Ansicht unterscheidet, wonach KI-Investitionen eher preisdämpfend wirken. Andere Offizielle haben sich in den vergangenen Wochen auf Inflationsrisiken konzentriert. Fed-Gouverneur Bostic hat zwischen kurz- und langfristigen Inflationserwartungen unterschieden und gesagt, die kurzfristigen Werte seien ermutigend, die langfristigen hingegen nicht. Fed-Vizechef für Bankenaufsicht Barr hat erklärt, die Inflationsrisiken würden inzwischen die Sorgen um den Arbeitsmarkt überwiegen und weitere Zinserhöhungen seien wahrscheinlich nötig, um das Inflationsziel von 2 % zu erreichen. Die Märkte preisten nach Barrs Äußerungen zwei weitere Zinserhöhungen der Fed ein.
Paulsons stärkere Betonung des Inflationsrisikos passt zu einer restriktiven Haltung unter Fed-Offiziellen, wonach weitere Straffungen wahrscheinlich nötig seien. Ihr Argument, KI-Investitionen würden die Inflation eher anheizen als dämpfen, fügt der Debatte jedoch einen neuen Aspekt hinzu. Sollten sich andere Entscheidungsträger dieser Ansicht anschließen, könnte dies gegen eine kurzfristige Zinssenkung sprechen.