Selenskyj: Er habe nicht direkt mit Chinas Staatschef gesprochen
Chinas Staatschef ist heute in den USA, einen Tag bevor er Trump in Washington treffen soll
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Selenskyj sagt, er habe keine Gelegenheit gehabt, direkt mit Chinas Staatschef zu sprechen, der seiner Ansicht nach mehr Einfluss auf Russland habe als die meisten anderen Akteure. Chinas Staatschef ist heute in den USA, trifft dort aber nicht Selenskyj, und soll am folgenden Tag mit Trump in Washington über Handel, Seltene Erden und Künstliche Intelligenz sprechen.
Der Besuch folgt auf ein Treffen zwischen Finanzminister Bessent und Chinas He Lifeng, nach dem Bessent erklärte, die USA seien offen für ein größeres Handelsabkommen mit China.
Unabhängig davon traf Rubio Lawrow am selben Tag um 9 Uhr Eastern in New York. Selenskyj hatte gewarnt, Russland bereite einen groß angelegten Angriff auf die Ukraine vor. Nach dem Treffen erklärte Rubio, sowohl Russland als auch die Ukraine wollten eine Waffenruhe für Getreide und Energie. Frankreichs Außenminister Barrot sagte am selben Tag, Russland greife ganz Europa an.
Selenskyj erklärte zudem, Russlands Haushaltsdefizit sei nun größer als in jedem anderen Jahr, betroffen seien die meisten russischen Regionen, und bezeichnete ein kürzliches Versprechen Putins gegenüber US-Vertretern als hohl und wiederholt. Zu Putin selbst sagte Selenskyj, Patient null werde diese Welt unweigerlich verlassen.
Dass Selenskyj Chinas Staatschef nicht direkt erreichen konnte, kommt einer verpassten Gelegenheit gleich, angesichts des Einflusses, den Peking seiner Darstellung nach auf Moskau habe. Nachdem Russlands Sommeroffensive gescheitert ist und der Staatshaushalt zunehmend unter Druck steht, könnte direkter chinesischer Druck Moskaus Kalkül spürbar beeinflussen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Peking diesen Druck ausüben will, und die diplomatische Lücke um Moskau bleibt bestehen.