US-Rohölvorräte springen um 2,969 Millionen Barrel, weit über Prognose
Vorräte am Cushing-Hub steigen um 2,266 Millionen Barrel, einen Tag nachdem Branchendaten auf einen geringeren Aufbau hingedeutet hatten
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Grafik: USO, Minutenkurse, drei Handelstage
NachtragMittwoch, 23. September 2026 um 10:40 Uhr ET
Die EIA-Zahlen zeigen zudem, dass dem Rohölaufbau der vergangenen Woche ein Rückgang von 640.000 Barrel in der Woche zuvor voranging, ein stärkerer Rückgang als die 578.000 Barrel, die Analysten für die Prognose dieser Woche erwartet hatten.
Die US-Rohölvorräte sind in der vergangenen Woche um 2,969 Millionen Barrel gestiegen, wie die Energy Information Administration mitteilte, deutlich mehr als der von Analysten erwartete Rückgang um 578.000 Barrel. Die Bestände am Lagerhub Cushing in Oklahoma legten um 2,266 Millionen Barrel zu, nachdem sie zuvor um 342.000 Barrel gefallen waren.
Die Zahlen folgen auf Daten des American Petroleum Institute vom Vortag, die einen geringeren Lageraufbau von 1,786 Millionen Barrel sowie einen Anstieg in Cushing um 2,082 Millionen Barrel gezeigt hatten, beides weit über der prognostizierten Reduzierung um 500.000 Barrel. Die offiziellen Regierungsdaten bestätigen damit die von den Branchendaten signalisierte Richtung, wenngleich der Anstieg stärker ausfällt.
Rohöl steht unter Druck. US-Rohöl schloss am Montag bei 95,78 Dollar je Barrel, ein Minus von 4,51 %, nachdem Brent erstmals seit dem 9. September unter die Marke von 100 Dollar je Barrel gefallen war. Auch das Angebot verschiebt sich: Libyens Ölfeld Sharara hat seine Förderung nach der Abschaltung einer Pipeline auf rund 127.000 Barrel pro Tag gedrosselt, während Saudi-Arabien mehr Rohöl aus dem Golf exportiert. Präsident Trump erklärte diese Woche, das Öl fließe derzeit auf Höchstniveau, und stellte ein Abkommen mit Iran nach der Wahl in Aussicht, wenngleich derzeit kein Treffen zwischen den beiden Ländern angesetzt ist.
Der heutige Lageraufbau beendet mehrere Wochen sinkender Vorräte und kommt kurz nachdem die EIA ihre Preisprognosen für 2026 sowohl für WTI als auch für Brent angehoben hatte. Gemessen an den jüngsten Schwankungen der wöchentlichen Lagerdaten fällt der Anstieg jedoch moderat aus, zudem gingen die Bestände an Benzin und Destillaten im selben Zeitraum zurück, was eine bärische Lesart dämpft. Vorerst bleibt die kurzfristige Richtung der Ölpreise damit unklar.