Peseschkian: Atomstreit kann nicht auf dem Schlachtfeld gelöst werden
Der iranische Präsident erklärt vor der UN-Generalversammlung, Nukleartechnologie sei Teil des Rechts des Landes auf Entwicklung, und eine Ausweitung des Krieges bringe keine Sicherheit.
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Irans Präsident Masoud Peseschkian sagt, die Nuklearfrage könne nicht auf dem Schlachtfeld gelöst werden. In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung sagte er, Nukleartechnologie sei Teil des Rechts Irans auf Entwicklung und eine Ausweitung des Krieges bringe keine Sicherheit. Er hatte zuvor bereits erklärt, Iran benötige Kernenergie, keine Atombombe.
Peseschkian sagte der Versammlung zudem, Iran sei Opfer von Terrorismus und beuge den Kopf nicht. Ein US-Vertreter verließ während seiner Rede den Saal.
Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Irans Haltung zu weiteren Gesprächen unverändert hart bleibt. Der Sekretär des Sicherheitsrats, Ali Resaei, hat erklärt, Iran werde nicht verhandeln, bis die Vereinigten Staaten ihre Bedingungen erfüllten, und die Straße von Hormus bleibe geschlossen. Irans Sicherheitsrat hat eine mögliche Wiedereröffnung der Meerenge an eine Frist von vier bis fünf Tagen für Washington geknüpft. Resaei hat Verhandlungen ausgeschlossen, während Außenminister Abbas Araghtschi und der US-Sondergesandte Steve Witkoff parallel über Bedingungen für eine Wiedereröffnung sprechen. Araghtschi hat europäische Vertreter separat davor gewarnt, US-amerikanische und israelische Maßnahmen zu unterstützen, und diese als Kriegsverbrechen bezeichnet, während die Hormus-Gespräche auf einer eigenen Spur weiterlaufen.
Witkoff hat seine Gespräche mit iranischen Vermittlern am Rande derselben UN-Tagung als konstruktiv und vielversprechend bezeichnet. Der kanadische Premierminister Mark Carney sagte, Trumps Rede von einer Vernichtung Irans sei die Sprache des Krieges. Peseschkians Erklärung enthält über seine bisherigen Aussagen hinaus keine neue Verhandlungsposition, und sie fällt in eine Zeit, in der Witkoff von langwierigen Gesprächen über Vermittler berichtet. Für sich genommen ist die Rhetorik für das kurzfristige Eskalationsrisiko neutral.