Euro fällt auf 1,1312 Dollar, schwächster Stand seit Mai 2025, da Dollar zulegt
Händler senkten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im Oktober von 70 % auf 50:50, nachdem Fed-Präsident John Williams von New York erklärt hatte, die Notenbanker seien nicht unter Zeitdruck.
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Der Euro fiel um 0,5 % auf 1,1312 Dollar, den niedrigsten Stand seit Mai 2025. Die Währung liegt im bisherigen September 2,6 % im Minus gegenüber dem Dollar, während der Dollar-Spotindex im selben Zeitraum um rund 2 % zugelegt hat.
Der Rückgang erfolgte, obwohl Händler ihre Wetten auf einen bevorstehenden Fed-Schritt zurückfuhren. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober sank von 70 % auf 50:50, nachdem Williams erklärt hatte, es bestehe kein Grund, die weitere Straffung zu überstürzen. Williams zufolge ist noch eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende wahrscheinlich, und die Händler rechnen weiterhin mit genau diesem einen Schritt.
Der Anstieg des Dollar in diesem Monat spiegelt diese US-Zinserwartungen sowie den Anstieg der Treasury-Renditen wider, nicht etwa eine Kursänderung der Europäischen Zentralbank. Damit ist die Bewegung vor allem eine Geschichte über den US-Zinspfad und kein Signal zur Lage im Euroraum. Für Inhaber von TLT, das langlaufende Treasuries abbildet, deuten weitere renditebedingte Kursverluste im Zuge einer erwarteten Fed-Erhöhung auf anhaltenden Preisdruck hin, eine leicht bärische Tendenz, wenngleich die Währungsbewegung selbst kaum neue Informationen liefert, die über das hinausgehen, was die Märkte für den Fed-Pfad bereits eingepreist hatten.